Pfingstlager

Was könnte ein PfiLa im Jahr 2010, dem Jahr der Kulturhauptstadt, beinhalten? Na klar, Kultur! Dabei ging es aber nicht um alte Zechen und den Strukturwandel, sondern um alles mögliche was man selber gestalten kann. Und das war gar nicht mal so wenig…

Schon Freitagabend ging es für alle überraschend los, nachdem die Zelte standen und das Abendessen gerade beendet war, fand jeder Tisch unter demselbigen einen Umschlag angebracht in dem eine kurze Aufgabe gestellt war. So mussten innerhalb weniger Minuten manche einen Tanz, eine Rede oder eine Artistikvorführung vorbereiten und der kompletten Runde vortragen. Obwohl kaum jemand vorher etwas davon wusste und die Gruppen sehr durchmischt waren, sind dabei durchweg tolle, unterhaltsame Ergebnisse entstanden.

Am Samstagmorgen durfte sich jeder nach seinem Geschmack einen Workshop aussuchen und dort selbst aktiv werden. Angeboten wurden unter anderem Töpfern, Musizieren, Schnitzen und Spontantheater. So waren also den vormittag über viele kleine Gruppen über den Lagerplatz verstreut und waren eifrig in ihre Arbeit vertieft. Nach einem Snack zur Mittagszeit war der Nachmittag vor allem von Freizeit geprägt. Nebenbei war jedes Zelt auch noch mit der Erstellung eines Landschaftsbildes nur bestehend aus Naturmaterialien beschäftigt. Überraschend waren auch hier die Ergebnisse, da es am Samstagabend dann einen Fußballplatz, den Lagerplatz in 3D, gebaute Brücken und weitere Landschaftsbilder zu bestaunen gab. Später am Abend stand dann eine Versprechensfeier auf dem Plan, so dass der komplette Stamm den Versprechen der Rover und Leiter bei feierlicher Stimmung und Sonnenuntergang lauschen durfte. Kurz vor dem Schlafen gehen war dann nochmal Taktik, Teamgeist und Einsatz gefragt. Denn es blieb den vier Diebesbanden nur wenig Zeit um sich auf der dunklen Wiese an den Wächtern vorbei zu schleichen oder zu rennen, um so möglichst viel Gold zu erobern. Meist sahen die Wächter dabei schlecht aus, so dass eine Menge Gold den Besitzer wechselte und die meisten Diebe zufrieden in den Schlafsack kriechen konnten.

Der Sonntag startete für alle etwas später mit einem gemütlichen Frühstück. Allerdings war im Anschluß daran schon wieder jeder aufgefordert seine Ideen miteinzubringen, um möglichst das eigene Königreich im Wettstreit mit den Anderen bei einem großen Spiel auf der Nachbarwiese siegen zu lassen. Die Zeit danach war vor allem mit Freizeit und der Pfingstmesse zum Thema Pfadfinder und ihre Symbole am Nachmittag gefüllt.
 
Den großen Abschluss des diesjährigen Pfingstlagers bildete der bunte Abend am Sonntag. Denn dort hatte alle die Gelegenheit die Ergebnisse der anderen Workshops vom Samstag zu begutachten, so durfte man also allerlei Kunstwerke aus Holz, Ton und Farben bestaunen, konnte sich an einem Theaterstück erfreuen, selbstgemachter Musik und Geschichten lauschen. Außerdem hatte jede Stufe vor dem Lager noch etwas vorbereitet, so dass der Abend keinesfalls langweilig war, da noch ein Wettkampf zwischen den Stufen statt fand, gespielt und gesungen wurde, Bananentänze, Diabolokünste und Sketche aufgeführt wurden und zum Abschluß die Wö-Raketen bewundert werden konnten. Am Montag wurde dann leider schon wieder das Lager abgebaut und mit der traditionellen Abschlußrunde war auch dieses PfiLa wieder viel zu schnell vorbei.

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