72 Stunden Aktion Rover renovieren Regenbogenhaus

Unsere 72 Stunden-Aktion – Rover renovieren Regenbogenhaus

Wie alles begann …

 Schon Anfang des Jahres waren wir uns in der Roverrunde im Stamm Elisabeth von Thüringen einig: Klar wollen wir an der 72 Stunden-Aktion teilnehmen! Also ging es ans Planen, es begann zunächst mit vielen Fragezeichen um den genauen Inhalt der Aktion. Im Frühjahr hatten sich dann aber alle fünf Rover geeinigt, dass die Aktion etwas Soziales für Obdachlose werden sollte, am liebsten ein ausgedehntes Essen. Dafür wurden zunächst mögliche Partner gesucht, die regelmäßig Essen für Bedürftige anbieten. Dabei sind wir schnell auf das Regenbogenhaus in Gelsenkirchen-Horst aufmerksam geworden. Unsere erste Anfrage dort wurde positiv aufgenommen und gleichzeitig der Vorschlag gemacht, ob wir uns denn auch vorstellen könnten, den Essensraum dort zu renovieren und dafür nur am Sonntag bei der Essensvorbereitung zu helfen. Dieser Vorschlag kam gut in der Runde an, da so mit dem Projekt etwas Bleibendes geschaffen werden konnte und trotzdem die Möglichkeit bestand, sich mit den Menschen dort auseinander zu setzen.

Im Vorfeld der eigentlichen 72 Stunden haben wir dann sämtliche Baumärkte in Gelsenkirchen und Umgebung abgeklappert, die uns jede Menge Material, angefangen vom kleinen Pinsel bis hin zur kompletten Farbe, gespendet haben. Herzlichen Dank an die Baumärkte in Gelsenkirchen und Umgebung dafür! Wir waren also bestens gewappnet und vorbereitet!

 

Der Startschuss fällt …

AuftaktveranstaltungUnd dann ging es endlich los: Nach einem kurzen Besuch bei der Auftaktveranstaltung in der Innenstadt, wo wir unser Aktionspaket erhalten haben, machten wir uns auf zum Regenbogenhaus, unserem „Arbeitsplatz“ für die kommenden 72 Stunden. Am Donnerstagabend haben wir erstmal alles für die Streichaktion am folgenden Tag vorbereitet: Unnötiges Mobiliar rausräumen, abkleben und natürlich Zeitungshüte basteln. Am Freitag haben wir dann noch den Mittagstisch abgewartet bevor wir uns richtig ans Werk gemacht haben. Das Streichen der Decke ging so fix und gut, dass wir uns spontan dazu entschlossen haben direkt mit den Wänden weiterzumachen. Das war auch gut so, denn schnell wurde klar, ein Anstrich mit unserer orangenen Farbe würde nicht reichen. So wurde dies ein langer Abend mit der Hoffnung, dass die getrocknete Farbe noch viel mehr deckt.

 

Unser Samstag begann erneut erst nach dem Mittagessen und schnell wurde uns klar, wir müssen uns ran halten, da die Farbe immer noch nicht so richtig decken wollte und somit leider noch nicht abzusehen war, wie oft wir noch für ein ansehnliches Ergebnis würden streichen müssen. Nach dem ersten Anstrich des Tages ging es dann zum Kurzbesuch auf das Stadtteilfest in Schalke, das vom Runden Tisch der Jugend unserer Großpfarrei auch im Rahmen der 72 Stunden-Aktion ausgerichtet wurde. Nach der Stärkung mit Würstchen, Waffeln und Kuchen und ein paar unterhaltsamen Spielen entschlossen wir uns, die Wände noch ein weiteres Mal mit unserer schönen orangenen Farbe zu streichen. Das sollte dann auch ausreichend sein, die Wände leuchteten am Abend in knalligem Wö-Orange, die Decke in Eigelb und der Original-Regenbogen aus der Gründungszeit des Regenbogenhauses an der Wand hatte auch keine Farbe abbekommen. Nun galt es noch Folien, Klebeband und die Farbflecken auf dem Boden zu entfernen. Und dann war es auch schon geschafft, der erste Teil unseres Projektes war abgeschlossen! Das musste natürlich bei Würstchen und Bier mit den anderen Beteiligten des Runden Tisches der Jugend nach Abschluss des Festes gefeiert werden.

 

Zum Abschluss ein Dinner …

Am Sonntag waren wir dann schon früh morgens im Regenbogenhaus und haben fleißig Salat, Kartoffeln und Zwiebeln geschnibbelt, um Teil zwei unseres Projektes in die Tat umzusetzen. Währenddessen haben wir schon zahlreiches Lob seitens der Gäste erhalten, wie schön der Raum geworden sei. Nach der Essensvorbereitung haben wir dann die Essensausgabe durchgeführt, die sich praktischerweise kaum von der Ausgabe bei uns im Lager unterschied. Beim gemeinsamen Essen nutzten wir dann die Möglichkeit, noch mehr mit den Gästen ins Gespräch zu kommen, um uns einen ganz persönlichen Eindruck davon zu verschaffen, wie die Atmosphäre und das Miteinander an einem solchen Ort sind.

 

Unsere Idee, sich mit einem Handabdruck unter dem Regenbogen zu verewigen und dem Raum so noch mehr Farbe zu verleihen, stieß auf spontanen Anklang und wurde von den Gästen und unseren Rovern nach dem Essen fleißig in die Tat umgesetzt. Anschließend haben wir noch das ein oder andere „Danke Schön“ bekommen und wurden sehr herzlich mit einem Geschenk für jeden Einzelnen und einer schönen Karte mit den Unterschriften aller Gäste verabschiedet. Damit war unser Projekt am Sonntag um 14.10 Uhr erfolgreich beendet. Die Pause bis zur Abschlussveranstaltung nutzten die meisten von uns - da wir gerade schon mal in Übung waren - dazu auch ihren Müttern etwas Gutes zu tun; es war ja schließlich Muttertag.

 

Zum guten Schluss... 

In der Grugahalle haben wir uns dann gemeinsam mit den anderen Aktionsgruppen einen Eindruck von der Vielfältigkeit und den Erfolgen der anderen Projekte verschafft, noch ein bisschen „Crash Casino“ zu geschaut, vor allem aber unser Projekt gefeiert und uns darüber gefreut, wie erfolgreich die letzten Tage waren. Mit Sicherheit waren wir nicht das letzte Mal im Regenbogenhaus zu Gast und kommen gerne wieder vorbei, wenn es etwas für uns zu tun gibt.

An dieser Stelle möchten wir uns noch ganz herzlich bei Rike, Sven und Simon für die Hilfe von Seiten der Leiterrunde bedanken, außerdem bei Martin, einem Gast des Regenbogenhauses, der uns tatkräftig während der 72 Stunden geholfen hat und zu guter Letzt bei der Leitung des Regenbogenhauses für die freundliche Unterstützung! Wir kommen gerne wieder, denn neben den vielen neuen Eindrücken hat es eine Menge Spaß gemacht sich dieser Herausforderung zu stellen und für die Bedürftigen unserer Stadt etwas Gutes zu tun!

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