Pfingstlager

Ein Jahr in drei Tagen
Dieses Jahr ging es nach Altendorf-Ulfkotte. Die älteren Stufen hatten beschlossen, mit dem Fahrrad das Ziel zu erreichen.
Als am Ende des Tages alle Zelte standen (ein großes Dankeschön an die Vortour, dass schon so viel aufgebaut war) und alle hungrigen Mäuler gestopft waren, begann das Programm. Und das sehr merkwürdig.
Wir waren zu einem Neujahrsempfang geladen, bei dem wir stilecht mit Sekt anstießen. Per Brief teilte uns Bundespräsident Horst Köhler mit, dass wir im Rahmen einer wissenschaftlichen Mission ein ganzes Jahr wiederholen mussten. Das erklärte natürlich den Neujahrsempfang. Es ging nahtlos über zu den Heiligen Drei Königen. Nachdem wir auch das gefeiert hatten, ging es ans Lagerfeuer und es wurden noch ein paar Lieder gesungen.
Der zweite Tag begann nach dem gleichen Muster und wir lernten einander während eines Speed-Datings anlässlich des Valentinstages näher kennen. Nach dem Frühstück verschwanden die Leiter und aus dem Küchenzelt kamen lauter verkleidete Leute. Ohne lange zu raten, wusste man, dass die Stunde der fünften Jahreszeit geschlagen hatte. In diesem Rahmen wurden Masken gebastelt und ein Karnevalstanz einstudiert.
Nach einem Ostersnack ging es bei dem für Pfingsten ungewohnt gutem Wetter weiter mit dem Sommerlager. Um das richtige Sommer-Feeling aufkommen zu lassen wurden Wasserschlachten, Wasserrutschen und Bogen-Schießen organisiert. Zum Abschluss wurde gegrillt.
Nach einem gemütlichen Lagerfeuer-Abend ging es für die Jüngeren ins Bett, während von den Leitern das Nachtspiel zu Halloween vorbereitet wurde. Bei diesem ging es für die einzelnen Gruppen darum, verschiedene Geisteraufgaben zu erfüllen um an die Belohnung für die Gruppe zu kommen. Zu den Aufgaben gehörte zum Beispiel das Geisterkegeln und das Fledermausangeln.
Weil die letzen Geister erst zur frühen Morgenstunde im Schlafsack waren, begann der Sonntag erst recht spät und sehr gemütlich mit einem Frühstücksbuffett.
Der restliche Tag gehörte bis zum Abend den Stufen, die diese Zeit recht unterschiedlich nutzten. Bei den Wölflingen und Juffis stand Versprechensvorbereitung auf dem Programm. Die Pfadis und Rover nutzen den Tag, um das Gruppengefühl in den einzelnen Stufen zu stärken.
Nach dem Abendessen versammelten wir uns zur Feier der heiligen Messe. Zu unserem Gottesdienst waren auch die Besitzer der Wiese mit Familie und der Bauer, der uns mit Milch versorgte, eingeladen. Da wir ja immer noch ein Jahr wiederholen mussten, kam uns die Messe am Sonntag Abend nur recht, denn nach unserer Zeitrechnung hatten wir Weihnachten. So wurde ein Krippenspiel improvisiert und Geschenke verteilt. Nachdem wir unsere Gäste aufgeklärt hatten, ging es mit der normalen Pfingstmesse weiter.
Danach zogen wir an ein gemütliches Lagerfeuer um, wo Wölflinge und Juffis ihr Versprechen machten. Außerdem gab es noch ein besonderes Tuch zu vergeben. Unser Leiter Dennis Walden hat seine Woodbadge-Ausbildung abgeschlossen und darf nun das dazugehörige Tuch und die Klötzchen tragen.
Nach Weihnachten folgt ja bekanntlich Silvester und auch das feierten wir noch gebührend mit Feuerwerk und Bleigießen.
Der Montag stand ganz im Zeichen des Abbauens und Einpackens. Nach einer gemeinsamen Abschlussrunde verabschiedeten wir die Radfahrer wieder nach Hause und der Rest begab sich in die aufgeteilten Autos. Am Pfarrheim angekommen stand dann noch das Auspacken auf dem Plan, was dank vieler Hände sehr zügig vollendet war.
Wir hatten es geschafft. Ein Jahr in nur vier Tagen. Die Mission war geglückt und wir konnten uns wieder dem normalen Jahresablauf widmen.

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